Ladenzeile: Für Garten und Balkon

Zwischen Kräutern, Gemüsepflänzchen und bunten Blumen fällt Redakteurin Angelina Blon die Auswahl schwer.

Mitten im Wittelsbacher Land, nur ein paar Kilometer von Dasing entfernt, fährt man durch endlose Wälder und Wiesen, vorbei an kleinen gelben Wegweisern, die scheinbar ins Nirgendwo führen.
Einer davon zeigt den Weg nach Hinterholz, eine von drei Einöden, die zur Gemeinde Dasing gehören. Auf dem kleinen, geteerten Waldweg erreiche ich die Gärtnerei Schlegel.

In den Gewächshäusern herrscht emsiges Treiben. Zwischen bunten Blumen, Gemüsepflänzchen und verschiedensten, duftenden Kräutern fällt es den KundInnen sichtlich schwer, sich zu entscheiden: Kerbel, Koriander und Currykraut oder doch lieber Rosmarin, Origano und Basilikum? Und dann auch noch die Frage, welche der unterschiedlichen Tomaten-, Gurken- oder Paprikasorten soll es sein? „Wir haben uns auf Gemüsepflanzen, Kräuter und Blumen spezialisiert“, erklärt Martin Schlegel, „das, was jeder Haushalt für seinen Garten oder Balkon eben so braucht.“ Im Familienbetrieb wird selbst produziert: das was nachgefragt wird, was die Leute brauchen und wünschen – und auch ausschließlich nur dort direkt vermarktet. Hildegard und Martin Schlegel ziehen ihre Pflanzen selbst – viel aus Saatgut, einzelne Sorten wie veredelte Tomaten oder Gurken aus kleinen Stecklingen. „Beim Gemüse legen wir vor allem Wert auf den Geschmack“, sagt Hildegard Schlegel. Und so wählen die beiden ihr Saatgut und die verwendeten Sorten sehr sorgfältig aus. Bereits im Sommer und Herbst des Vorjahres besuchen sie Testflächen wie die der Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim oder auch die Versuchsgärten verschiedener Firmen, um dort selbst mit eigenen Augen und Mund die schönsten, leckersten und widerstandsfähigsten Sorten ausfindig zu machen.

Bereits Mitte Februar wurden die ersten Saatkörner ausgestreut. Danach wird Woche für Woche ein neuer Satz nachgesät. „Damit erreichen wir, dass konstant frische Ware vorhanden ist.“ Denn Hildegard Schlegel möchte ihre Pflanzen nicht zu lange stehen gelassen wissen. „Gerade Gemüsepflanzen sollten zügig durchwachsen können. Es ist nicht sinnvoll, sie vorrätig zu halten und zu verkaufen, wenn sie noch gar nicht ausgepflanzt werden können.“ Denn nur wenn Wärme und Boden passen, sind die Pflanzen stabil. Dann haben auch Schädlinge kaum eine Chance, den Pflanzen und dem Gemüse, auf das man sich schließlich schon freut, zu schaden.

Martin Schlegel kümmert sich bereits im Winter um die passende Erde. Denn diese mischt er selbst aus Landerde, Kompost, Sand und Ton vom eigenen Grund und Boden sowie bayerischem Torf. „Ganz ohne Torf geht es leider nicht, aber dadurch, dass wir selbst mischen, können wir sehr torfreduziert arbeiten“, so der leidenschaftliche Gärtner. In diese Grundmischung gibt er gezielt für die verschiedenen Pflanzenarten entsprechend Nährstoffe und Mineralien in Form von etwa Gesteinsmehl, auch Mikroorganismen und Biodünger kommen planvoll zum Einsatz.
Vorbeugend gegen typische Schädlinge, wie etwa Läuse an Salat- oder Gemüsepflanzen, werden ganz gezielt Nützlinge eingesetzt: „Bereits beim Bestellen des Saatgutes oder der Stecklinge werden sortengenau die jeweiligen Nützlinge mitbestellt, die dann rechtzeitig und passend für die verschiedenen Wachstumsphasen in der Gärtnerei eintreffen.“ Hildegard Schlegel freut sich aber auch über die vielen Vögel, die ihre Gewächshäuser besuchen. Denn auch sie leisten einen Beitrag.

KundInnen können sich also sicher sein, in der Gärtnerei Schlegel in Hinterholz nur beste Ware zu erhalten: stabile, gesunde Pflanzen, Gemüsesorten mit besonderem, intensivem Geschmack und duftende, intensive Kräuter. Aber auch farbenprächtige Frühblüher und Sommerblumen sowie ein bezauberndes Herbstsortiment mit zarten, wogenden Gräsern, buntbeblätterten Zierpflanzen und winterharten Strukturpflanzen aus eigener Aufzucht sind ein Ausflug in die Einöde wert.

Info: GÄRTNEREI SCHLEGEL
Hildegard und Martin Schlegel, Hinterholz 2, Dasing
Tel.: 08258 / 255, www.gaertnerei-schlegel-hinterholz.de
Mo – Fr: 8.30 – 12 + 14 – 18 Uhr,
Sa: 9 – 12 Uhr