Wohltuende haltgebende Eltern-Kind-Therapie

Wenn das Baby nicht schlafen will, viel weint oder gar schreit, kommen Eltern schnell an ihre Belastungsgrenzen. Nicht zu stoppendes Schreien und Schlafmangel versetzt Eltern in einen körperlichen und emotionalen Stress. Haltgebende Körperarbeit, Gespräche und bewusstes Atmen können helfen. liesLotte informierte sich bei Susanne Beck, Therapeutin für Emotionelle Erste Hilfe.

Babygeschrei und Elternstress bedingen sich leider gegenseitig und schaukeln sich dann wechselseitig auf. Jeder kennt das: Unter Stress wird man fahriger, atmet schneller, redet staccato und kann weder rational noch emotional gut oder sinnvoll (re)agieren, was sich auch aufs Kind überträgt, da es „dafür einen Sensor“ hat. Das gilt umso mehr für schreigeplagte und durch Schlafmangel übermüdete Eltern. Alles wird durchprobiert, in der Hoffnung, irgendwann den entscheidenden Ausschaltknopf zu finden. Hier setzt Susanne Beck an.
Eltern suchen ihren Rat meist, wenn sie selbst nicht mehr weiterwissen, „sowohl körperlich als auch psychisch“ entkräftet sind, ihr Baby oder auch Kleinkind sich nicht ablegen lässt, viel weint oder schreit, höchstens kurz schläft und auch die Nacht zum Tag macht. Kurz: meist bei massiven Schlafstörungen und zu anstrengend empfundenen Kindern.

Susanne Beck hört genau zu, schaut sich an, wie und auch wie lange ein Kind schreit, ob und wie es sich beruhigen lässt, auch wo es schläft, wenn es dann mal (kurz) schläft, begleitet Mama und Papa beim Schreien und betrachtet mögliche Auslöser. Schreien kann in einfacheren Fällen auch „entladen“, eine Art Stressabbau beim Baby sein, damit es dann eventuell einen tieferen Schlaf findet. Manchmal verlieren sich Babys aber auch in sogenannten traumatischen Schreiakten, die ihren Ursprung in einer schweren Schwangerschaft oder Geburt oder auch in miterlebten Unfällen haben können. Hier ist psychologisches Feingefühl gefragt, um solche Kinder nicht durch Schreienlassen erneut zu traumatisieren. Bei schon mobilen Kindern ist außerdem von Interesse, wie sie sich bewegen, ob sie wegrennen oder wirklich „hier“ sind.

Ziel und Wunsch: Es soll besser werden
„Es ist wichtig“, sagt Susanne Beck, „erst sorgfältige Vorarbeit zu leisten.“ Wie erlebt die Mama das Schreien, wie sehr leidet sie? Oft steht am Anfang der Therapie, zunächst die Mama emotional zu umsorgen, zu betreuen und zu stabilisieren. Erst dann macht es Sinn, sie aktiv beim Baby zu unterstützen. Das bewusste Atmen anzuleiten, damit Frauen ihren Körper wieder spüren können und ihre Gedankenkreise aufhören, sich zu drehen, ist oft ein Schlüssel zur Blockade. Der Blickwinkel kann sich verändern, anderes wird wieder wahrgenommen, und das ist schlussendlich auch beruhigend fürs Kind. Susanne Beck kommt, wenn nötig, zusätzlich nach Hause und betreut die kleine Familie vor Ort. Im eigenen Umfeld lässt sich manchmal besser reflektieren, ob die unlösbar scheinende Situation primär am Kind oder vielleicht auch am Umfeld liegt. Manchmal helfen schon kleine Dinge. Beratung und Therapie können Erwachsene bei Susanne Beck aber auch nur für sich und ihre eigene Geschichte erhalten.

Was ist Emotionelle Erste Hilfe?
Durch EEH (nach Thomas Harms) kann man lernen, über die Wahrnehmung der eigenen Körpersignale und das Empfinden im Körper wieder mehr Kontakt zu den eigenen Gefühlen herzustellen. Wer sich von Konflikten zerrieben fühlt, keine Lösung findet oder aus Gedankenkreisläufen nicht mehr herauskommt, dem kann diese Therapieform helfen, wieder zu eigener Kraft und Kompetenz zu finden. Ziel ist es dabei, bestehende Probleme nicht allein durch Gedanken lösen zu wollen, sondern sie durch ein neu erlerntes Spüren auch von anderer Seite angehen zu können. Durch eine so gestärkte, intensivere Verbindung zu sich selbst können Beziehungen jeglicher Art achtsamer und liebevoller aufgebaut werden. Susanne Beck unterstützt hierbei wertschätzend und hilft, einen neuen und kraftvollen Weg im Hier und Jetzt zu finden.

Beruflicher Background
Susanne Beck hat mehrere ineinandergreifende Ausbildungen von der Pieke auf gelernt, manches als Quereinsteigerin, und ist dadurch umso mehr in der Lage, die Probleme junger Eltern von verschiedenen Seiten zu beleuchten und ihnen professionelle Hilfe anzubieten. Als Heilpraktikerin für Psychotherapie, Therapeutin für Emotionelle Erste Hilfe, Familien- und Kinderkrankenschwester, Kinderkrankenpflegerin und Stillberaterin kann sie nicht nur Schreibabys ganzheitlich behandeln.

INFO
Susanne Beck
Uhlandstr. 43, Augsburg
Tel.: 0821 / 22 93 92 37 und 0172 / 827 40 44

www.neugeboren-augsburg.de