Gourmet-Apfel in Augsburg

Als Susanne Rössling und ihr Mann in den USA ihre Flitterwochen verbrachten, liefen sie an einem Laden vorbei, in dem es Caramel Apples gab. Neugierig blieben sie stehen. Weil der Kokos-Karamell-Apfel ganze 10 $ kostete, versuchte sie, ihrem Mann auszureden, einen zu kaufen. Glücklicherweise konnte er sich durchsetzen und so lernten sie dieses einzigartige Geschmackserlebnis kennen. Seitdem arbeitet diese Erfahrung in ihrem Kopf. „Das Besondere daran ist“, erklärt Susanne Rössling, „dass dieses Zusammenspiel von säuerlichem Apfel und den süßen Karamell-Schoko-Extraschichten eine derart leckere Mischung ergibt.

Ein fruchtig süßer Hochgenuss, eine wahre Geschmacksexplosion. Das erfährt man nur, wenn man ihn einmal probiert hat.“ Ich bin im Laden „Abgebrüht“ in der Augsburger Innenstadt, der hier gerade Neueröffnung feiert. Genauer gesagt sind in diesem Ladenraum gleich zwei Geschäfte. Im „Violas“ bietet Janet Schnüttgen kulinarische Schätze aus aller Welt an. Doch das „Abgebrüht“ gibt es schon seit sechs Jahren, in der Altstadt am Hunoldsgraben. Da es schon immer ein Traum von Susanne Rössling war, etwas kulinarisch Besonderes anzubieten, gab es als ersten Verkaufsschlager Eistee mit Fruchtperlen. Es folgten Teapresso, der ähnlich wie Espresso frisch aufgebrüht wird, und ein selbst gemachtes Frozen-Yogurt-Eis. Nach einer langen Experimentier- und Perfektionierphase, konnte sie vor drei Jahren ihre Gourmet Äpfel anpreisen.

Und jetzt hat in der Annastraße der zweite Laden eröffnet, sozusagen die neue Hauptfiliale. Doch insgeheim träumt sie von noch mehr Läden im ganzen Land, verrät sie mir auf meine Frage nach ihren weiteren Zielen. Doch zurück zu den Hauptdarstellern, den Äpfeln. In der Küche duftet es nach Karamell und Zimt. Hier warten die noch nackten Früchte in Reih und Glied. Groß sind sie und grün, es ist die Sorte Granny Smith. „Er hat eine gute Säure und hält lange. Wir bekommen ihn von unserem Lieferanten aus Südtirol“, erklärt sie und fügt hinzu, „jeder Apfel bekommt unterschiedliche Schichten.

Die erste ist immer eine Karamellschicht.“ Das Karamell macht sie selber, damit es weich ist. Allein dafür steht sie zwei Stunden in der Küche um es cremig zu rühren. Dann folgen weitere Lagen. Dadurch wird der Apfel richtig groß und mächtig! Ein Apfel kostet acht Euro aufwärts. Um eine Vitrine zu füllen, arbeitet sie einen ganzen Tag. Es gibt die Sorte „Schoko-Flake“, sie ist ummantelt
von Cornfl akes mit Vollmilchschokolade und extra Karamell. Der „Cookie-Traum“ ist aus weißer Schokolade und schwarzen Cremecookiestückchen. Es gibt noch „Salzige Erdnuss“, den Klassiker „Zimt & Zucker“, die „Schneeflocke“ mit gerösteten Kokosraspeln oder „Chili“ mit dunkler Schokolade. Die Sorten variieren, zu Weihnachten ist die Sorte „Gebrannte Mandeln“ ein Verkaufsschlager. Wer einen Sonderwunsch hat oder Gourmet Äpfel im Firmenlook möchte, Susanne Rössling macht es möglich. Doch wie esse ich nun so ein Apfelkunstwerk, diese Praline mit Apfelkern, richtig? Am besten schneidet man die Form einer Raute (#), mit dem Stiel im Mittelpunkt. Die Äpfel halten sich ungekühlt eine Woche und im Kühlschrank bis zu zwei Wochen.

ABGEBRÜHT | GOURMET APFEL
Annastr. 5, Augsburg, Mo – Sa: 10 – 19 Uhr
Tel. 0176 / 70 666 111 (Festnetz folgt)
Filiale Hunoldsgraben 28, Augsburg, Tel. 0821 / 44 95 86 83
Mo – Fr: 12 – 18 Uhr, Sa: 11 – 19 Uhr
www.gourmet-apfel.de