Kinderfest im Schwäbischen Bauernhofmuseum Illerbeuren

HINWEIS: Dieser Artikel ist älter als ein Jahr (Erscheinungsdatum: 17. Juli 2017). Es kann sein, dass Inhalte dieses Artikels sich geändert haben. Hier geht es zu unseren aktuellen Meldungen.

Am Sonntag, den 6. August 2017, geht es im Schwäbischen Bauernhofmuseum Illerbeuren (Lkr. Unterallgäu, südlich von Memmingen) bunt zu und die Sommerferien können kommen. Schwabens Freilichtmuseum bietet zum Ferienbeginn jede Menge Familienaktionen an. Programm zum Ausprobieren, Toben und Wetteifern An den vielseitigen Spiel- und Bastelstationen können sich die jüngsten Museumsbesucher kreativ ausprobieren oder ihr handwerkliches Können unter Beweis stellen.

Für jeden ist etwas dabei: Es kann gehämmert, genäht und getöpfert werden. Kinder gegen Eltern: Alte Kinderspiele wie zu Omas Zeiten laden zum Wettstreit ein. Der wortwörtliche Höhepunkt ist ein Kletterbaum: Er wird mit Laugenringen und süßen Kleinigkeiten bestückt, die es herunterzuholen gilt. “Wasser marsch” heißt es beim Angebot der Freiwilligen Feuerwehr Illerbeuren. Selber einmal Feuerwehrmann sein und einen Brand löschen – hier kann man es ausprobieren. Wer möchte, kann sich darin üben, den berühmten Apfel Wilhelm Tells mit dem Bogen abzuschießen. Hierbei ist Treffsicherheit gefragt. Als besondere Attraktion tritt dieses Jahr das Seiltanz-Theater „Luftgaukler“ auf. Das komödiantische Spiel begeistert große und kleine Zuschauer, die nach der
Vorstellung unter der Anleitung der Seiltänzer einmal selbst ausprobieren können, wie schwierig diese Kunst zu erlernen ist.

Wer eine Pause braucht, ist bei den Bewirtungsstationen im Gelände und bei den Museumsgasthäusern Gromerhof und der Torfwirtschaft „Otto Hamp“ genau richtig. Auch auf ein leckeres Bauernhof-Eis dürfen sich die Kinder freuen. Außerdem sind die Museumspferde Max und Moritz mit der Kutsche im Gelände unterwegs und pendeln zwischen Altem Museumsdorf und der Brotzeitwirtschaft “Torfwirtschaft
Otto Hamp”.

Sommerferienprogramm

Auch in diesem Jahr lädt das Schwäbische Bauernhofmuseum Illerbeuren zu zahlreichen Ferienaktionen (bayerischer Ferienplan) ein. Sie finden immer am Mittwoch und Freitag zwischen 12 und 16 Uhr statt. Das Mitmachen ist zu jeder Zeit möglich, eine Anmeldung nicht erforderlich. Zuzüglich zum Museumseintritt (Kinder bis 6 Jahre frei, bis 18 Jahre 1 Euro, Familienkarte ab 6 €) fällt ein kleiner Unkostenbeitrag zwischen 3 und 6 Euro an. Dieses Jahr werden unter anderem Kissen aus der Wolle von den museumseigenen Zaupelschafen gebastelt, Stofftaschen mit Blättern und Pflanzen bedruckt oder Kartoffeln mit dem Pferdepflug auf dem Feld geerntet und anschließend verwertet.

Altes Handwerk hautnah erleben: Die Handwerkertage im Schwäbischen Bauernhofmuseum

Am 9. und 10. September können Besucher des Bauernhofmuseums alten Handwerksmeistern über die Schulter schauen. In historischen Ambiente werden fast ausgestorbene Techniken von über 80 Akteuren vorgeführt und lassen das gesamte Museumsgelände lebendig werden. Heutzutage kennt man sie oft nur noch vom Hörensagen oder aus dem Märchen: die traditionellen Handwerksberufe wie Täschner, Kesselflicker, Kerzengießer oder Buchbinder. Oft gibt es nur noch wenige Vertreter dieser alten Gewerke, und gerade deswegen sind die alljährlich stattfindenden Handwerkertage bei den
Museumsbesuchern so beliebt. Typische Arbeitsgeräusche wie Hämmern, Sägen oder das Rattern der Dreschmaschine sind im Gelände zu vernehmen. Für diese Arbeiten war oft Kraft von Nöten, aber ebenso Geschick. Manche Handwerke verlangen hingegen eine ruhige Hand und scharfe Augen, wie die Haubenstickerinnen und Klöpplerinnen anschaulich beweisen.

In den Stuben, Tennen und Werkstätten des Museums ist überall etwas los.

Instrumente werden gebaut, Besen gebunden, Körbe geflochten und Seile gedreht. Neben den handfesteren Tätigkeiten wie Zimmern und Schmieden werden auch Kunsthandwerke gezeigt, etwa Goldschmiedearbeiten und Hinterglasmalerei. Für Besucher besonders reizvoll: Während man den Handwerkern über die Schulter schaut, kann man ihnen Fragen zu ihrem Beruf stellen, der gleichzeitig ihre Leidenschaft ist, und sich Tipps und Tricks verraten lassen. Und nicht zuletzt kann man vielleicht sogar einmal selbst probieren, wie es sich zum Beispiel anfühlt, mit einem Deichelbohrer zu bohren. Stärken kann man sich mit einer deftigen Mahlzeit, einem kühlen Bier oder Kaffee und Kuchen bei Musik der ortsansässigen Musikkapellen.

Info: www.bauernhofmuseum.de