Wertinger Museen stellen sich vor

HINWEIS: Dieser Artikel ist älter als ein Jahr (Erscheinungsdatum: 4. August 2016). Es kann sein, dass Inhalte dieses Artikels sich geändert haben. Hier geht es zu unseren aktuellen Meldungen.

Heimatmuseum Wertingen

Das Heimatmuseum wurde in den 20er Jahren durch den Gottmannshofer Lehrer Franz Xaver Burghart gegründet und durch Kreisbaumeister Otto Lederer weiter ausgebaut. 1975 wurde das Museum nach dem Erwerb des Schlosses durch die Stadt Wertingen neu aufgestellt.
Die Stadt Wertingen, die Eigentümerin des Museums ist, erweitert die Sammlungen durch Ankäufe und Annahme von Schenkungen.

Die Sammlungen auf den Fluren und in den zwei Untergeschossen umfassen Barockgemälde (vorwiegend kirchliche Motive), Porträts, Kupferstiche, Bilder und alte Fotografien mit Ansichten Wertingens, historische Landkarten, Stoffdruckmodeln, Möbel und Geschirr bäuerlichen und bürgerlichen Ursprungs. Geräte und Maschinen aus Landwirtschaft, Handwerk und Technik, Trachten, sowie Gegenstände der Wohnkultur, Waffen, Feuerlöschgeräte und vieles andere werden hier gezeigt.
Daneben sind in Schaukästen Dokumente zur Stadtgeschichte und zum Zunftwesen, Bücher, Schmuck u. a. ausgestellt. Es finden sich hier auch Ausgrabungen von der Steinzeit bis zur alemannischen Landnahme im 5. / 6. Jahrhundert. Zwei Dioramen mit Zinnfiguren – unter Anleitung und Mitarbeit der Reservistenkameradschaft Wertingen hergestellt – zeigen eindrucksvoll das Gefecht bei Wertingen am 5. Oktober 1805, in der 15.000 Franzosen (davon 6.500 Kampfteilnehmer) 5.000 Österreicher besiegten. Hier wurden nach alten Plänen und Unterlagen zwei Gefechtszenen mit 1.200 Figuren nachgestellt.
Die Sammlungen umfassen mittlerweile mehr als 3700 Gegenstände. Viele Bürger überlassen dem Heimatmuseum ihre “Kostbarkeiten”, damit diese der Öffentlichkeit erhalten und präsentiert werden können.

Führungen zu Geburtstagen, Klassentreffen, Familienfesten usw. gerne nach Absprache.
Anmeldungen über die Stadtverwaltung, Telefon 08272 84- 196: Info über die Stadt Wertingen.

Radiomuseum Wertingen

Sammlung Hippele – Sammlung Wald – Sammlung Maxzin

Den Grundstein zum Radiomuseum Wertingen legte Heinz Hippele aus Geratshofen. Er schenkte der Stadt Wertingen 2010 cirka 70 Radios aus den 50er und 60er Jahren. 2012 überließ die Familie Hans Wald aus Meitingen dem Radiomuseum 170 Radiogeräte von 1929 bis in die 60er Jahre. Heinz Maxzin aus Augsburg stiftete 32 Geräte aus den 30er Jahren. Von da ab erweiterte sich die Sammlung ständig; zur Zeit sind in 5 Räumen etwa 480 Röhrenradios ausgestellt.
Immer wieder erhält das Museum Zuwachs an Exponaten. Grammophone, Grammolas, Radiodetektoren, Schallplattenspieler, Musiktruhen, Kofferradios, Tonbänder, Schallplatten von Schellack bis Vinyl werden gespendet. Das älteste Radiogerät ist aus dem Jahr 1927. Die Geräte sind größtenteils funktionstüchtig. Erwin Fischer (†) aus Langenreichen steuerte zwei Musikboxen (Marke Seeburg und Ariola) bei. Von Otto Killensberger stammt eine Wurlitzer von 1964.
Untergebracht ist die Sammlung in der ehemaligen Berufs-/Musikschule in der Fère-Straße 1, neben der Grund- und Realschule.

Geöffnet ist das Radio- und Telefonmuseum jeden dritten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr. Um 15 Uhr findet jeweils ein Vortrag zur Rundfunk- und Telefongeschichte statt.
Info: www.radiomuseum-wertingen.de Führungen können wie beim Heimatmuseum über die Stadtverwaltung vereinbart werden.

Telefonmuseum Wertingen

Sammlung Postlerhütte Augsburg
2014 fragten die Verantwortlichen der Postlerhütte Augsburg (ehemalige Mitarbeiter der Telekom) die Stadt Wertingen, ob sie Interesse an deren 64 Exponaten der Telekommunikationsgeschichte habe. Gerne wurde diese Sammlung im gleichen Gebäude wie das Radiomuseum untergebracht.
Nach anfänglichen Raumproblemen ist nun auf 64m2 eine Ausstellung über das Telefon und dessen Entwicklung entstanden. Hier ist das älteste Ausstellungsstück ein Telefonapparat aus dem Jahr 1898. Eine weitere Rarität ist ein Walzentelefon von Siemens und Halske. Dem Besucher wird hier klar, wie schnell die technische Entwicklung die Kommunikation revolutionierte.
Morsapparate, Münzfernsprecher, Vermittlungsstellen, Telefone, Fernschreiber, Bildtelefon, Hebdrehwähler und vieles mehr werden hier gezeigt. Dokumentationen dazu sind genauso vorhanden wie Emailleschilder – Masten-Modelle, eine gelbe Telefonzelle darf natürlich nicht fehlen. Präsentiert wird die Ausstellung zusammen mit der Radiosammlung.
Öffnungszeiten: Jeden dritten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr. Führungen jederzeit möglich, bitte vorher anmelden: 08272 84 -196
Info: www.radiomuseum-wertingen.de

Schwäbisches Ofenmuseum Privatsammlung Denzel

Cirka 160 gußeiserne Öfen vom 18. bis ins 20. Jahrhundert wurden hier mit umfangreichen Dokumentationen von dem Wertinger Josef Lutz zusammengetragen und restauriert. Die Exponate geben Zeugnis über die Entwicklungsgeschichte der Heiz- und Wohnkultur aus drei Jahrhunderten. Die ersten Gußeisenöfen waren Fünf-Platten-Öfen.
Von da an war es nicht mehr weit bis zu den Rundöfen, die mit Dekoren wie einfachem Zopfstil, Blumen- und Knorpelmustern, bis zum aufwändigen Rocaille verziert waren. Bandelwerk und verschiedene Girlanden waren für Barock und Rokoko typisch. Klassizismus, Empire und Biedermeier haben wieder neue Ofenformen mit neuen Dekoren und verbesserter Ausnutzung der Heizmaterialien hervorgebracht. Jugendstil, Art Déco, Bauhaus hatten wieder ihre typischen Verzierungen der Ofenplatten und Ausstattungen, die diese Öfen zur Zierde des Hauses werden ließen. Auch Herde und Gebrauchsöfen sind hier ausgestellt.

Geöffnet jeden zweiten Sonntag im Monat in den Monaten April bis einschl. Oktober.
Zufahrt über Laugnastraße – Äußere Kanalstraße auf dem Gelände der Firma Holz Denzel.
Führungen – außer in den Wintermonaten – können wie beim Heimatmuseum über die Stadtverwaltung (08272 841 96) vereinbart werden.

Stadtarchiv Wertingen

Im ehemaligen Amtsgericht (Schulstraße 10) befindet sich das Stadtarchiv. Neben Urkunden und Handschriften ab dem 15. Jahrhundert enthält es Akten der Verwaltung ab 1750 und bildet insofern das Gedächtnis der Stadt. Darüber hinaus werden Unterlagen von Vereinen, Institutionen und Einrichtungen von Wertingen aufbewahrt. Ein weiterer Schwerpunkt ist eine umfangreiche Bildsammlung bestehend aus Ansichtskarten, Diapositiven, Farbaufnahmen und Negativen.
Ansprechpartner: Dr. Johannes Mordstein: 08272 84-305

Artothek Wertingen in der städtischen Galerie

Seit 1986 bietet die Kunstsammlung der Stadt Wertingen allen Interessierten die Möglichkeit, Kunst in ihre eigenen Räume zu holen. Ein Bestand von über 200 Originalwerken renommierter Künstler lädt Sie ein, sich mit Kunst zu beschäftigen. In der Artothek können Malerei, Grafiken und Kleinplastiken für drei Monate ausgeliehen werden. Die Leihgebühren betragen für kleinere Formate 5 € und für große Formate 8 €.
Jeden ersten Sonntag des Monats von 10 bis 12 Uhr geöffnet.
Schulstraße 10 (ehemaliges Amtsgericht)

Brauereimuseum Wertingen

Kleine Privatsammlung der Familie Carry – Schwanenbrauerei
Nach vorheriger Anmeldung gibt es hier Wissenswertes über die Bierherstellung und die dazugehörenden Gerätschaften und Arbeitsabläufe.
Besichtigung immer Sa, 9 – 12 Uhr.

86637 Wertingen, Schmiedgasse 1-2, Tel. 08272 23 23
www.schwanenbraeu.com