Willkommen bei Freunden

HINWEIS: Dieser Artikel ist älter als ein Jahr (Erscheinungsdatum: 8. Juni 2015). Es kann sein, dass Inhalte dieses Artikels sich geändert haben. Hier geht es zu unseren aktuellen Meldungen.

Neues Bundesprogramm unterstützt Kommunen bei der Integration junger Flüchtlinge

Rund ein Drittel aller nach Deutschland einreisenden Flüchtlinge sind laut UNICEF
noch Kinder. Viele von ihnen kommen ohne die Begleitung ihrer Eltern oder eines
anderen Erwachsenen hier an. Mit dem Ziel, Kommunen künftig bei der Integration
geflüchteter Kinder und Jugendlicher zu unterstützen, haben heute (Donnerstag)
das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und die
Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) gemeinsam mit der Beauftragten der
Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration das Bundesprogramm
“Willkommen bei Freunden” gestartet.

“Viele Kinder und Jugendliche sind allein unterwegs und ohne Begleitung ihrer
Eltern aus der Heimat vor Krieg, Verfolgung oder Armut geflohen. Sie brauchen
unsere Unterstützung und Zuwendung. Wir wollen dafür sorgen, dass die nächsten
Wege leichter werden”, betont Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig. “Es
freut mich sehr, dass sich so viele Menschen in den Städten und Gemeinden für
junge Flüchtlinge engagieren wollen. Wir werden die Kommunen und all jene
unterstützen, die vor Ort helfen wollen, um den Kindern und Jugendlichen die
Aufmerksamkeit und Förderung zu schenken, die sie verdienen”, erklärt Manuela
Schwesig.

“Gerade die minderjährigen Flüchtlinge benötigen unseren besonderen Schutz. Wir
dürfen nicht vergessen, dass sie in erster Linie Kinder und Jugendliche sind, die
unsere Hilfe brauchen, ob das nun Bildung, soziale Teilhabe oder die
Unterbringung betrifft. Dem müssen wir gerecht werden”, sagt Staatsministerin
Aydan Özoguz, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und
Integration.

Künftig können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Kommunen in sechs
regionalen Servicebüros konkrete Angebote erhalten, die sie vor allem bei der
Etablierung lokaler Bündnisse aus Behörden, Vereinen sowie Bildungs- und
Flüchtlingseinrichtungen vor Ort unterstützen.

Dr. Heike Kahl, Geschäftsführerin der DKJS: “Das ehrenamtliche und berufliche
Engagement ist vielerorts hoch. Wir wollen dabei unterstützen, dass die
verschiedenen Ressorts miteinander sowie mit Bürgerinnen und Bürgern gut zusammen
arbeiten können, damit tragfähige Netzwerke für junge Flüchtlinge entstehen.”

Bei der Auftaktveranstaltung des Bundesprogramms im Kunst- und Kulturhaus
“Schlesische27” in Berlin stellten die Jugendlichen ihre eigenen Projekte vor
und erzählten, wie sie damit ihre Fluchterlebnisse verarbeiten. Das Kunst- und
Kulturhaus “Schlesische27” arbeitet seit Jahren erfolgreich mit verschiedenen
Einrichtungen des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg zusammen, um jungen
Flüchtlingen gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen.
Städte, Kommunen und
ehrenamtlich organisierte Personen, die Bündnisse gründen wollen, können sich ab
sofort bei der DKJS melden: 030-25 76 76 803

E-Mail: wbf@dkjs.de

www.willkommen-bei-freunden.de