„Helikoptereltern“ – Phänomen unserer Zeit

HINWEIS: Dieser Artikel ist älter als ein Jahr (Erscheinungsdatum: 24. Februar 2015). Es kann sein, dass Inhalte dieses Artikels sich geändert haben. Hier geht es zu unseren aktuellen Meldungen.

Vortrag aus der Reihe “Fit fürs Kind“ am Donnerstag

Im Rahmen von „Fit fürs Kind“, der Landratsamts-Vortragsreihe, heißt es am nächsten Donnerstag „Helikoptereltern – In Amerika ein Trend, bei uns im Kommen?“. Alexander Wisnewski, Heilpädagoge und Lerntherapeut wird an diesem Abend Einblicke in dieses Phänomen geben, das seit längerem auch in Deutschland Einzug hält. Der Eintritt ist frei.

Sogenannte „Helikoptereltern“ takten den Tagesablauf ihrer Kinder exakt durch, um aus dem Nachwuchs das Maximum an Potenzialen auszuschöpfen. Das Ziel der Eltern ist es, die Sprösslinge bestmöglich auf den späteren weltweiten Wettbewerb vorzubereiten, schon von Kindesbeinen an. Das ist gut gemeint. Und dafür tun Eltern nicht nur wirklich ALLES für ihr Kind, sondern räumen zudem wie die „Helikopter“ auch alle erdenklichen Hindernisse für ihre Kinder aus dem Weg.

Doch welche Auswirkungen hat dieses Elternverhalten auf die Kinder?

Was lernen die Kinder wirklich daraus? Und welche Folgen hat dies, wenn die Kinder erwachsen geworden sind und dann selbst ihr Leben meistern müssen? Wie viel Fürsorge und Förderung ist denn noch gut für’s Kind?

Alexander Wisnewski schildert in seinem lebendigen Vortrag die Entstehungsgeschichte der Helikoptereltern. Er zeigt die Risiken und Gefahren für die Helikopter-Generationen in Amerika und in Deutschland auf. In humorvoller Art und Weise nimmt der Familienvater dabei auch die Rolle der Eltern ins Visier. Dazu gibt der Inhaber der heilpädagogischen Praxis in Aichach Tipps, wie Eltern ihre Aufgaben ernst nehmen können, ohne sich dabei zum Affen zu machen. 

Der Vortrag findet am 26. Februar um 19 Uhr in der Konradinstraße 4 in Friedberg statt, der Eintritt ist frei. Das gilt auch für alle weiteren Termine von „Fit fürs Kind“ 2015:

26. März: „Von Krafträubern und Kraftspendern“
Den Anforderungen des Familienalltags gelassen begegnen

30. April: „Reden ist Silber – auf der Suche nach dem Gold in der
Erziehung“
Wie ich mit weniger Worten wirksamer sein kann

25. Juni: „Geschwisterfreud – Geschwisterleid“
Warum Streitigkeiten unter Geschwistern so wichtig sind

30. Juli: „Gelingende Elternschaft“
Eltern-Kind-Beziehungen nach einer Trennung

24. September: „Großeltern heute“
Hilfe oder Hemmnis?

29. Oktober: „Mein Kind beim „Bravsein“ erwischen“
Wege aus der Kritikfalle

26. November: „Spielend lernen von Anfang an“
Spielideen für Kinder von 0 – 4 Jahren

Was ist „KoKi“?

Der Fachbereich „KoKi – Netzwerk frühe Kindheit“ im Kreisjugendamt Aichach-Friedberg hat die Aufgabe, werdende Eltern und Eltern mit Kindern bis zu sechs Jahren zu unterstützen, damit aus Fragen keine Probleme werden. Ein Baustein sind die Frühen Hilfen. Ganz alltagspraktisch können Fachkräfte, wie zum Beispiel eine Familienhebamme, Anleitung geben und helfen, das Baby besser zu verstehen. Manchmal ist auch Unterstützung in der Alltagsorganisation hilfreich. Dabei geht es darum, zusammen mit den Familien nach Lösungen für einen guten Start ins Kinderleben zu suchen.