Freilichtmuseum Glentleiten lässt sich 2013 in die Karten schauen

HINWEIS: Dieser Artikel ist älter als ein Jahr (Erscheinungsdatum: 17. März 2013). Es kann sein, dass Inhalte dieses Artikels sich geändert haben. Hier geht es zu unseren aktuellen Meldungen.

Saisonstart an Josefi (19. März)

FLM_Glentleiten_FrühlingEin faszinierender Objektfund von 28 Spielkarten aus dem frühen 18. Jahrhundert und der 40. Jahrestag des
„Ersten Spatenstichs“ an der Glentleiten geben das Motto des Museumsjahres 2013 vor. Es lautet: In die Karten geschaut! Denn die diesjährige Sonderausstellung befasst sich mit dem Kartenspiel (Laufzeit 27.7.-11.11.) und bei einem Fest aus Anlass des 40. Jahrestages „Erster Spatenstich an der Glentleiten“ lässt sich das Museum „in die Karten schauen“. Drum herum rankt sich auch heuer wieder ein abwechslungsreiches Programm für Erwachsene, Kinder, Familien und Gruppen.

Aktionstag zu 40 Jahren „Erster Spatenstich“ am 28.7.

Unter dem Motto „in die Karten geschaut“ steht ein Aktionstag am 28. Juli, bei dem das Museum seine Besucher zum Mitfeiern einlädt. Geplant ist ein buntes Programm, bei dem unter anderem die historische Kegelbahn am Salettl und eine Wurfbude in Betrieb sind; für Kinder gibt es eine offene Bastelwerkstatt. „An diesem Tag werden wir unseren Besuchern außerdem vielfältige Blicke hinter die Kulissen des Museums bieten“, verspricht
Museumsdirektorin Dr. Monika Kania-Schütz. „Wir haben als eines der wirklich wenigen Museen beispielsweise eine Betriebsfeuerwehr. Bei einer Führung durch unseren Fuhrpark können die Besucher auch Einblick in die Einrichtungen unserer Feuerwehr gewinnen.“ Weitere Führungen gehen zur aktuellen Museumsbaustelle eines Sägewerks aus Schönegg (Lkr. Bad Tölz-Wolfratshausen) und in die Museumsdepots, in denen die große Sachgutsammlung von über 70.000 Objekten untergebracht ist. Die Glentleiten möchte die Besucher auch direkt an den Vorbereitungen für das Fest beteiligen. Wer deshalb Fotos aus 40 Jahren Glentleiten besitzt, die schöne, lustige oder ergreifende Momente und Erlebnisse beim Museumsbesuch zeigen, kann diese in analoger oder digitaler Form bis 1. Juli unter Angabe des Absenders und seiner Adresse sowie einer
Beschreibung, was auf den Bildern zu sehen ist (Anlass des Besuchs, Aufnahmedatum, wer ist darauf zu sehen …) an das Freilichtmuseum senden.

Per Post: Freilichtmuseum Glentleiten des Bezirks Oberbayern,
An der Glentleiten 4, 82439 Großweil
oder per E-Mail: freilichtmuseum@glentleiten.de.
Die besten Einsendungen werden mit kleinen Preisen prämiert und am 28. Juli der Öffentlichkeit präsentiert.

Sonderausstellung zum „Karteln“ (Laufzeit: 27.7. bis 11.11.)

Auch die Sonderausstellung hat an der Glentleiten 2013 etwas mit Karten zu tun. Bei einer Reinigungsmaßnahme durch die Restauratorinnen des Museums fanden sich als Hinterfütterung in einem Bilderrahmen 300 Jahre alte Spielkarten. In Expertenkreisen gilt dies als Sensation, da das Spiel fast vollständig erhalten ist und die Karten normalerweise nach einer gewissen Gebrauchszeit weggeworfen wurden, sodass sich nur sehr selten ganze Spiele erhalten haben. Diesen Fund nimmt das Museumsteam nun zum Anlass unter dem Titel „Aufgedeckt“ eine Sonderausstellung zu zeigen, die einerseits die spannenden Fundumstände erläutert, andererseits aber auch kulturhistorische Aspekte des Kartenspiels in den Blick nimmt. Der Kurator der Ausstellung und Leiter der volkskundlichen Sammlung, Jan Borgmann, sagt: „Wem die Ausstellung nicht genügt, den laden wir ein, am Rahmenprogramm teilzunehmen und zum Beispiel beim Schafkopfturnier
am 16. Juni im Rahmen unseres Biergartenfests mitzumachen. Oder , wer noch keine Kenntnisse in diesem vermeintlich urbayerischen Spiel besitzt, dem empfehle ich unseren Schafkopfkurs im September.“

Museumspädagogisches Programm

Weitere Kurse für große und kleine Besucher wie beispielsweise Korbflechten oder Filzen hält auch wieder das museumspädagogische Programm bereit. Außerdem erscheint im Juli vor den Sommerferien ein neuer Museumsführer für Kinder. Nach dem Familienmuseumsführer “Sag mir, wie es früher war! Mit Leon und Loisl unterwegs im Freilichtmuseum“ für Mädchen und Buben ab dem Vorschulalter richtet sich die neue
Veröffentlichung, ein richtig gehendes „Museumsabenteuerbuch“, nun an Kinder ab 8 Jahren.

Arbeiten mit dem Bestand – Neues in „Mesner“, „Müller“ und „Zehentmaier“

Statt eines neuen Gebäudes gibt es im Herbst gleich in drei gut bekannten Häusern neue Präsentationen. Ab Ende September können das Wohnhaus aus Siegertsbrunn (Hausname „Mesner“), in dem sich der Kramerladen befindet, und die Höfe aus Hofolding (Hausname „Müller“) und Sauerlach (Hausname „Zehetmaier“) neu entdeckt werden (alle Lkr. München). Im Mittelpunkt werden zum einen historische Möbelensembles stehen (eine
Brautausstattung, deren „Umzug“ mit der jungen Frau auf den Hof der neuen Familie filmisch festgehalten wurde, und Prunkmöbel, deren Geschichte thematisch für Familien aufbereitet wird), zum anderen das Thema „Haus ohne Schornstein“.

Das komplette Jahresprogramm des Freilichtmuseums Glentleiten mit Kursen, Aktionstagen und allen nötigen Informationen kann über die Homepage des Museums heruntergeladen werden; es liegt außerdem in den örtlichen Tourist-Informationen zum Mitnehmen aus.