Die „Deutsche Kinderkrebsnachsorge – Stiftung für das chronisch kranke Kind“ hat den diesjährigen Nachsorgepreis dem Bunten Kreis Augsburg verliehen. Die Preisverleihung fand am 17. Oktober im Landtag Baden-Württemberg in Stuttgart statt. Mit dem Preis zeichnet die Kinderkrebsnachsorge jedes Jahr eine Initiative oder Einzelperson aus, die sich in besonderem Maße für die Nachsorge chronisch kranker Kinder und deren Familien einsetzt. Horst Erhardt, Geschäftsführer des Bunten Kreises, nahm die Auszeichnung entgegen. Die Laudatio bei der Preisverleihung hielt Prof. Dr. Dietrich Niethammer, der im Jahr 2002 als maßgeblicher Mitbegründer der familienorientierten Nachsorge in Deutschland als erster Preisträger den Nachsorgepreis erhielt. Prof. Niethammer lobte in seiner Rede das sehr umfassende Hilfsangebot des Bunten Kreises und nannte exemplarisch die Geschwisterkinderbetreuung, das schulische Angebot der Klasse für Kranke und die Seelsorge für Familien, die ein Kind verloren haben, neben allen anderen Nachsorgeleistungen. Als weitere Verdienste würdigte er die Einbindung von 23 Selbsthilfegruppen und dass es dem Bunten Kreis gelungen sei, Hauptsponsoren zu finden, die für die Kosten von Verwaltung und Marketing aufkommen, sodass jeder Spendeneuro direkt den betroffenen Familien zugute komme. Schließlich erwähnte er auch die vielen Nachsorgeeinrichtungen, die nach dem Modell des Bunten Kreises Augsburg arbeiten und die sich inzwischen zu einem Qualitätsverbund zusammengeschlossen haben. „Dem Bunten Kreis ist es gelungen, ein umfassendes Nachsorgekonzept zu etablieren, das bundesweit Anerkennung findet“, fasste Prof. Niethammer zusammen.
Horst Erhardt, der Geschäftsführer des Bunten Kreises, nahm die Auszeichnung dankend entgegen und würdigte in seiner Rede vor allem die Menschen, die das Projekt von Beginn an unterstützt hatten und zum großen Teil heute noch aktiv dabei sind. Er bedankte sich insbesondere bei der Nachsorgeschwester Erika Müller, die im Bunten Kreis maßgeblich die Kinderkrebsnachsorge aufgebaut hat.
Der mit 10.000 Euro dotierte Nachsorgepreis der Deutschen Kinderkrebshilfe wurde dieses Jahr zum zehnten Mal vergeben. Er soll dazu beitragen, die stationäre und ambulante Versorgung, Betreuung sowie Nachsorge für krebs-, herz- und mukoviszidose kranke Kinder und ihren Familien zu verbessern sowie das Konzept der familienorientierten Rehabilitation zu fördern. Weiter will die Stiftung die Forschung unterstützen und engagiertes Eintreten für die Belange der familienorientierten Nachsorge würdigen.
Neben dem Nachsorgepreis verlieh die Deutsche Kinderkrebsnachsorge auch zum ersten Mal den Medienpreis, um Personen oder Einrichtungen zu ehren, die die sich im besonderen Maße um die Stiftung verdient gemacht haben. Die Auszeichnung ging an die Sto AG, die die Kinderkrebsnachsorge nicht nur selbst unterstützen, sondern auch durch qualifizierte Öffentlichkeitsarbeit dazu beigetragen haben, dass andere für die Stiftung Spendenmittel zur Verfügung stellen.
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